Dienstag, 14. April 2015

[REZENSION] "Perlende Lust" von Chloé Césàr

Fakten


Titel: Perlende Lust II Autor: Chloé Césàr II Verlag: Blanvalet II Jahr: 2008 II Seiten: 252 II Preis: 6,95 €

Klappentext


Über Tausende von Kilometern hinweg führen der Barkeeper Patrick und die Journalistin Noella eine leidenschaftliche Liebesbeziehung ohne Tabus. Per E-Mail teilen sie all ihre sinnlichen Fantasien und versuchen dabei, sich gegenseitig zu übertrumpfen – bis sie sich endlich wiedersehen: Als Noella in Miami aus dem Flugzeug steigt, erwartet sie eine Überraschung der besonders heißen Art …

Erster Satz


Herzensprinzessin, wie geht es voran mit der Abschlussarbeit?

Cover


Auf dem Cover ist das Gesicht, der Hals und ein Teil der Schulter einer jungen, blonden Frau zu sehen.
Die Haut ist sehr blass (Porzellanteint) und die Lippen rot geschminkt.
Über den Augen trägt sie eine rote Schlafmaske mit schwarzer Spitze.
Der ebenfalls rote Titel hebt sich in einer schönen Schreibschrift deutlich ab, der Name der Autorin ist in weißer Druckschrift abgedruckt.
Durch die roten Lippen und die Maske über den Augen bekommt das Cover schon etwas "Anrüchiges".


Meinung


Ja...wo fange ich an?
Als Erstes bin ich sehr froh, dass dieses Buch ein Mängelexemplar vom Wühltisch war und mich nur einen Euro gekostet hat - die 6,95€ Originalpreis ist dieses Buch (meiner Ansicht nach) nicht wert.

Auf dem Cover steht "Erotischer Roman" und auch der Klappentext verspricht so Einiges.
Darunter ist noch eine Staffelung abgebildet.

  • Romantik *****
  • Zärtlichkeit ***
  • Schicksal ***
  • Ambiente *****
Ich lese zwischendurch gerne erotische Romane und da dieses Buch eine meiner Subleichen war, hatte ich mir nun endlich vorgenommen es zu lesen. Mit 252 Seiten ist es auch genau das Richtige für "mal zwischendurch lesen" - dachte ich.
Zugegeben, ich hatte dieses Buch in zwei Tagen durch. Das lag allerdings nur daran, dass ich einige Seiten einfach überblättert und gar nicht gelesen habe.
Ich habe noch ein zweites Buch der Autorin hier liegen - bin allerdings nicht sicher ob ich es jemals lesen werde.

Noella und Patrick pflegen neben kurz erwähntem Telefonsex eine Art Cybersex über Emails.
Angesprochen wird zwischendurch immer mal wieder ein erotisches Erlebnis zwischen den Beiden (dabei geht es um Champagner, deswegen wohl auch der Titel), was darauf schließen lässt, dass es ein Vorgängerband gibt.
Ich habe mir nicht die Mühe gemacht danach zu suchen und werde es ganz sicher nicht lesen - ich denke ich lebe auch ohne dieses Buch gut weiter ;-D


Patrick offenbart ihr, dass er sich für eine Zeitung mal als Frau ausgegeben hatte und für diese Zeitung erotische Kurzgeschichten verfasst hat. Diese schickt er Noella zwischendurch immer als Anhang mit. Genau diese Seiten habe ich überblättert.
Ich fand sie einfach unglaublich nervig und ganz und gar nicht erotisch oder "anheizend". Noella hat Patrick nach jeder Geschichte gefeiert als hätte er das Rad neu erfunden - ist schön, dass sie ihr gefallen haben, so sollte es ja wohl sein.
Irgendwann hat Noella die Idee, dass beide zusammen ein Buch rausbringen sollten, das sie eben mit diesen Geschichten und mit welchen die Noella verfassen wird füllen sollten.
Auch sie versucht sich dann an solch einer Geschichte, die sie ihm als Anhang mitschickt. Für Patrick ist es nicht ganz ersichtlich, ob es sich dabei um eine Fantasie oder um einen erlebten Kontakt handelt. Als Leser weiß man allerdings, dass sie einfach nur Sex mit einem Fremden beschreibt, den sie hatte nachdem schon was mit Patrick lief.
Auch lässt sie sich zwischendrin von einem Mann befriedigen der eine Freundin hat - also von Treue scheint die Autorin nicht viel zu halten.
Wie Patrick es mit der Treue hält wird nicht ganz deutlich. Einmal ist die Rede davon, dass er eine Kundin geküsst hat...ehrlich gesagt hat es mich aber eigentlich auch nicht interessiert wer wen betrügt oder auch nicht - eigentlich hat mich da niemand sonderlich interessiert.


Zwischendurch taucht dann auch immer mal wieder eine Freundin von Noella auf, die ihr den Ratschlag gibt alles mitzunehmen was geht, sprich alles durchs Bett zu zerren was nicht bei drei auf den Bäumen ist.

Was mich wirklich genervt hat war, dass unglaublich oft die Worte "Herzensprinzessin" und "Sunnyboy" vorkamen. Kosenamen schön und gut, wer sowas mag soll seinem Partner gerne sowas verpassen, aber so häufig wie das genutzt wurde war es einfach viel zu viel.
Bei dem Inhalt der Emails fand ich es auch einfach unpassend. Aber irgendwie sollte wohl die 5-Sterne-Romantik und die 3-Sterne-Zärtlichkeit gerechtfertigt werden.

Ich bin weiß Gott nicht prüde und habe nichts dagegen, wenn Dinge beschrieben werden, die auch mal zur Sache kommen und rundgehen, aber als Patrick plötzlich von irgendwelchen Fantasien zwischen Noella und einem Hund anfing, hätte ich dieses Buch am liebsten verbrannt.



Das ist ein ABSOLUTES no-go und jenseits des guten Geschmacks!!!

Wegen mir soll jeder machen worauf er Lust hat und womit beide einverstanden sind, aber Sex mit Tieren ist ein Beispiel für eine absolut inakzeptable Sexpraktik. Das ist mein Standpunkt und da rücke ich auch definitiv nicht von ab.

Man merkt ganz deutlich, dass dieses Buch von einer Frau für Frauen geschrieben wurde - ein Mann würde das so ganz sicher nicht schreiben - und auch nicht lesen ;-)
Allerdings gibt es unzählige Autorinnen, die ihr Fach wesentlich besser beherrschen als Chloé Césàr.
Ich hoffe, dass die gute Frau auch etwas "Anständiges" gelernt hat womit sie ihre Brötchen verdient. Sollten alle ihre "Werke" so sein vermute ich, dass sie nicht sonderlich gut davon lebt.


Fazit

 
Für mich war dieses Buch eine absolute Enttäuschung. Von der ersten bis zur letzten Seite. Ich würde es definitiv niemandem empfehlen.
Macht mit eurer Zeit und eurem Geld etwas Sinnvolleres ;-)

Bewertung



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