Freitag, 7. August 2015

[REZENSION] "Hokus Pokus Zauberkuss" von Karen Clarke

Fakten


Titel: Hokus Pokus Zauberkuss II Autor: Karen Clarke II Verlag: Goldmann II Jahr: 2014 II Seiten: 285 II Preis: 8,99 € II Mehr Infos  


Ich danke dem Goldmann Verlag für dieses Rezensionsexemplar!
 

Klappentext


Josies größter Wunsch zum Geburtstag? Endlich einen Heiratsantrag! Doch statt eines ersehnten Verlobungsrings bekommt sie von ihrem Liebsten Will nur ein selbst gebasteltes Armband aus recyceltem Müll. Überhaupt interessiert sich Will seit Neustem eher für Bio-Müsli als für sie. Und auch sonst läuft in Josies Leben irgendwie alles schief. Zum Glück schenkt ihre Großmutter ihr ein altes Zauberbuch, und Josie hat neun Wünsche frei. Mit einer Prise Hokuspokus glaubt sie, alles Probleme einfach wegzaubern zu können. Aber die fangen damit erst richtig an...

Erster Satz


Mein siebenundzwanzigster Geburtstag begann wie jeder andere Tag auch, nur dass ich noch wütender auf Will war als sonst.


Cover


Ich bin ja bekennender Coverkäufer und auch hier war es so, dass mich das Cover auf dieses Buch aufmerksam machte.
Auf einem lila Hintergrund schlängeln sich gelb-orange Blumen und orange Punkte. Titel, Autor und Genre sind ebenfalls in den "Blumen-Farben" gehalten worden.
Für mich persönlich ein sehr hübsches und gelungenes Cover.

Meinung


Eingestellt hatte ich mich auf ein kitschiges Buch über die Liebe. Genau das Richtige für den Sommer und die Semesterferien. Um die Liebe geht es durchaus, doch in einem anderen Rahmen, als ich es zu Beginn gedacht hatte.

Josies Leben liegt in Trümmern. Ihr Job hängt am seidenen Faden, ihr Freund arbeitet nur noch Teilzeit in seinem gut bezahlten Job und widmet sich lieber einem Eselhof und seinem Schrebergarten. Zu allem Überfluss ist sie nun 27 geworden und trägt noch immer keinen Ring an ihrem Finger. Ihre Mutter hat einen Freund den sie nicht mag und ihre beste Freundin ist nur noch Mutter und Hausfrau. 

Josies Freund Will, der seit einiger Zeit Zen genannt werden will, ist auf einer Art Selbstfindungstrip. Er verbringt seine komplette Freizeit auf einem Eselhof und in seinem Schrebergarten. Zu beiden Orten ist Josie noch nie mitgekommen.
Es wird sehr schnell sehr deutlich, dass die beiden eigentlich nichts miteinander verbindet und sie keinerlei Gemeinsamkeiten haben.

Ihre beste Freundin Lara hat nur noch ihren Sohn Olly im Kopf, lässt die Wohnung verwahrlosen und sich selbst auch immer mehr gehen. Etwas später im Buch erfährt man, dass sie an einer postnatalen Depression leidet, was Josie allerdings nicht aufgefallen war.

Am Abend ihres Geburtstages bekommt sie von ihrer Großmutter ein Zauberbuch überreicht. Dieses wird, zusammen mit neun Wünschen, von Großmutter an die Enkelin überreicht und befindet sich nun in achter Generation im Familienbesitz.

Da sie nur neun Tage Zeit hat, da ihre Zauberkraft dann wieder versiegt, macht Josie sich zügig ans Werk und wünscht sich allerlei zurecht. Leider benutzt sie ihre Wünsche auf einmal, wartet nicht auf die Nacht mit dem Vollmond, ist unkonzentriert und vergisst ein kleines Detail am Ende des Zauberspruchs - das Chaos ist perfekt.
Zwar tritt alles ein, was sie sich wünscht, aber leider nicht so, wie sie es gerne gehabt hätte.
Sie ist verlobt mit einem Mann den sie nicht mag, ihre schwangere Schwester ist wieder mit ihrem Freund liiert - allerdings hat er noch eine zweite Freundin und die Drei Leben in einer glücklichen Beziehung zu dritt zusammen und die Skihütte, die sie sich gewünscht hat, geht an Lara und ihren Mann. Um nur ein bisschen was von dem Chaos zu berichten.

Noch nie hat eine andere Hexe vor Josie versucht ihre Wünsche wieder rückgängig zu machen. Wird es ihr gelingen und wieder alles ins Lot kommen?

Alle Charaktere machen im Laufe des Buches eine Wandlung durch und jeder ändert sich auf seine Weise. Josie begreift in all dem Chaos, was wirklich wichtig für sie ist.

Ein witziges und spannendes Buch, dass den Leser mitfiebern und stellenweise verzweifeln lässt.

Zitate / Textstellen


"Und was passiert nach neun Tagen?"
"Du verlierst deine Zauberkraft und schließt das Buch für deine Enkeltochter weg."
"Und was, wenn ich gar keine Enkeltochter habe?"
"Wirst du."  
(Seite 40)  

"Reich mir meinen Zauberstab."
[...]
"Das hier?" Sie nahm einen rosafarbenen Plastikstab mit einem verzierten Stern am Ende. "Da steht Barbie drauf", sagte sie fassungslos. 
(Seite 71)

"Fanella macht einen Veggie-Eintopf."
"Fanella?" Ich stellte mir eine Eselin mit geblümter Schürze vor, die Möhren schrappte und in eine Pfanne warf.
"Neds Frau. Sie ist eine fantastische Köchin."
(Seite 141)

Fazit


Ein süßes Buch über die Liebe und die Möglichkeit etwas an seinem Leben ändern zu können. Zurück bleibt die Frage, ob man es selbst auch mal testen, oder lieber alles so wie es ist belassen wollen würde, um nicht mit schrecklichen Konsequenzen leben zu müssen.

Bewertung


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