Montag, 21. September 2015

[REZENSION] "Untot in Dallas" von Charlaine Harris

Titel: Untot in Dallas
Reihe: Sookie Stackhouse
Band: 2 von 13
Autor: Charlaine Harris
Seiten: 283
Jahr: 2004
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: 9,95€







(01) Vorübergehend tot II (02) Untot in Dallas II (03) Club Dead II (04) Der Vampir, der mich liebte II (05) Vampire bevorzugt II (06) Ball der Vampire II (07) Vampire schlafen fest II (08) Ein Vampir für alle Fälle II (09) Vampirgeflüster II (10) Vor Vampiren wird gewarnt II (11) Vampir mit Vergangenheit II (12) Cocktail für einen Vampir II (13) Vampirmelodie

Die Kellnerin Sookie Stackhouse hat eine Pechsträhne. Zuerst wird einer ihrer Kollegen ermordet, und es gibt keinerlei Hinweise auf den Täter. Kurz darauf steht sie einer Bestie gegenüber, die ihr mit giftigen Krallen schmerzhafte Wunden zufügt. Dann: Auftritt der Vampire, die ihr nicht ganz uneigennützig das Gift aus den Adern saugen...und das ist erst der Anfang. 

Andy Bellefleur war sturzbetrunken. 

Man man man...was war denn in Band 2 bitte alles los?
Nicht nur, dass jemand aus Sookies Umfeld ermordet wird und es überhaupt keinen Hinweis auf den oder die Täter gibt, sie muss auch noch nach Dallas.

Im ersten Band schließt sie einen Handel mit Obervampir Eric (oh Eric ) ab, der sie dazu verpflichtet, dass sie sich in die Köpfe von Zeugen (oder einfach zu befragenden Personen) hängt, rausbekommt was sie wissen und diese Menschen dann der "echten" Menschen-Justiz übergeben werden.

Da Bill Eric untergeordnet ist, müssen sie sich dem fügen, was er von ihnen verlangt und nach Dallas reisen, da Eric Sookie dahin ausgeliehen hat. Ziel ist es einen verschwundenen Vampir zu finden. Bill begleitet sie auf diese Reise. Doch bevor die beiden abreisen, kommt es zu einem Kuss zwischen Sookie und Sam - endlich, möchte ich fast sagen!

Wie warm er war - ganz anders als Bill, dessen Körper nie ganz warm wird. [...] Als würde einem etwas geschenkt, von dem man nicht gewusst hatte, dass und wie sehr man es sich wünscht.
(Seite 54)

Ich hoffe, dass dies in einem späteren Band noch irgendwie aufgegriffen wird. Hier kam nämlich nicht mehr viel dazu. 

Bill reist mit "Anubis-Air", die sich auf die Beförderung von Vampiren in Särgen spezialisiert hat. In Dallas angekommen wartet Sookie am Flugzeug darauf, dass Bill "ausgeladen" wird und wird beinahe Opfer einer Entführung - wie gut, dass Bill in diesem Moment aufwacht und aus seinem Sarg gekrabbelt kommt

Das ganze Buch über wird man das Gefühl nicht los, dass Eric so etwas wie Sookies persönlicher Schutzengel ist. Er rettet sie nicht immer aus brenzligen Situationen, aber er ist immer wieder um sie rum. So taucht er zum Beispiel auch in Dallas auf, was nicht nur Sookie, sondern auch mich überrascht (aber gefreut) hat.

Sobald ich einen Blick auf ihn geworfen hatte, schlug ich die Augen nieder [...] Dieser große blonde Vampir war bestimmt nicht aus Kalifornien, und Leif hieß er auch nicht. Vor uns stand Eric.
(Seite 111) 

Sookie beginnt nicht nur an der Beziehung zu Bill zu zweifeln (auch hier möchte ich "ENDLICH" schreien) sondern sie wird sich auch bewusst, wie anziehend Eric auf sie wirkt.

In Dallas passieren einige spannende Dinge, aber ich muss gestehen, dass ich eigentlich nur auf die Passagen gewartet habe, in denen Eric und Sookie aufeinandertreffen. Denn nicht nur Sam küsst Sookie, sondern auch Eric tut es (und noch so einige andere Dinge und anzügliche Bemerkungen) und es scheint Sookie nicht wirklich unangenehm zu sein.

Er warf mir das plötzlich aufblitzende strahlende Lächeln zu, dass ich bereits an ihm kannte und das stets dafür sorgte, dass er dem Mann, der er einst gewesen sein musste, weit mehr glich als sonst.
(Seite 187) 

Doch Eric ist nicht nur nett und charmant, nein er bedient sich auch eines Tricks um Sookie noch näher zu kommen. Trinkt man das Blut eines Vampirs, kann dieser die Gefühle des Menschen fühlen. 

In Dallas trifft Sookie auf einen weiteren Telepathen und ist nun endlich nicht mehr alleine mit ihrer Gabe. Außerdem erscheinen neben neuen Vampiren auch noch Gestaltwandler, Werwölfe und eine Mänade.

Alles in Allem ist der zweite Band sehr viel spannender und abwechslungsreicher, als der erste Teil. Der Leser kennt nun viele Charaktere, die nicht mehr genauer beleuchtet werden müssen, weiß grob über die Vampire Bescheid und ein paar Dinge aus dem ersten Band werden wieder aufgefrischt, damit man den Anschluss nicht verliert.

Mein persönliches Hauptaugenmerk liegt auf Sookie und Eric - ich brauche unbedingt die Folgebände um zu wissen, wie es mit den beiden weitergeht


"Magst du ein Fläschchen Blut? Sam hat ein paar warmgestellt."
"Ja bitte. Eine Flasche Null positiv."
Meine Blutgruppe - wie süß. Ich warf Bill ein strahlendes Lächeln zu.
(Seite 61)

Als der Obervapir sich uns wieder zuwandte, wischte er sich mit einem rotgefleckten Taschentuch die Augen. Es war also wahr, Vampire konnten weinen. Genau wie es stimmte, dass ihre Tränen blutig waren.
(Seite 201)

"Du hast ja blutige Lippen!" sagte er. Dann nahm er mein Gesicht zwischen beide Hände und küsste mich.
Wenn ein Meister in der Kunst des Küssens einem eines seiner Meisterwerke aufdrückt, dann fällt es schwer, nicht zu reagieren. [...]
"Geh, such nach Bill", sagte er dann mit ziemlich belegter Stimme. 
(Seite 212) 

Ich denke was die Sookie-Stackhouse-Reihe angeht, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder man mag sie, oder eben nicht.
Wem Band 1 schon nicht gefallen hat, der sollte die Finger von Teil 2 lassen - allen anderen wünsche ich viel Spaß damit.


1 Kommentar:

  1. Hach ja, ich liebe die Sookie Stackhouse-Reihe. Ich will sie unbedingt nochmals von vorne lesen und nachdem ich jetzt deine Rezi gelesen habe, hab ich auch richtig Lust darauf :D

    Alles Liebe, Nelly

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