Sonntag, 13. Dezember 2015

[REZENSION] "Geburt eines Helden" von Markus Tillmanns

Fakten

Titel: Geburt eines Helden
Reihe: Basaltblitz
Band: 1
Autor: Markus Tillmanns
Jahr: 2015
Seiten: 102
Preis: 6,99€
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Ich danke Markus Tillmanns für das Rezensionsexemplar und den netten Kontakt!

Klappentext

Was würdest du tun, wenn du über Nacht zum Superhelden wirst?  

Der schüchterne Nick verwandelt sich, nachdem er versehentlich einen Kometen gegessen hat. Nick ist begeistert! Doch schon bald muss er feststellen: Wo ein Superheld ist, da sind die Superschurken nicht weit. Und dann ist da noch dieser merkwürdige Durst nach Blut, der nach jeder Heldentat größer wird...

Erster Satz

Nick hatte eine Scheißangst vor der Dusche. 

Meinung

Als ich eine Email in meinem Postkasten fand, in der Markus Tillmanns mich auf sein Büchlein aufmerksam machte und mich fragte, ob ich es nicht lesen und rezensieren wollen würde, machte ich mich direkt an die Leseprobe.

Uns Buchbloggern wird oft unterstellt, dass wir einfach immer bei allem "Ja" und "Hier" schreien würden, wenn wir ein Buch umsonst bekommen können und nur deswegen einen Blog betreiben würden. Sicher gibt es auch solche Menschen, aber bei mir ist das nicht der Fall.

Ich lese gerne Fantasy und auch wenn ich nie ein Comic-Kind war, bin ich natürlich mit den gängigsten Geschichten vertraut - war allerdings etwas skeptisch gegenüber "Balsaltblitz". Ein Fantasy-Roman um einen Superhelden? Einer meiner ersten Gedanken war: "Lieber Markus, wie bist du denn da auf mich gekommen?". 

Aber die Leseprobe las sich gut und der Autor ist unglaublich nett, also sagte ich tatsächlich "Ja". 

Und ich habe es nicht bereut!

Mein einziger "Negativpunkt" ist nun, dass ich eine neue Reihe gefunden habe, die ich definitiv weiter verfolgen werde :-D 



Danke Markus, das war sicherlich eines deiner Ziele ;-) 


Nick ist ein schmächtiger Junge, auf dem rumgehackt wird. Mager und wenig selbstbewusst - das perfekte Opfer.
Irgendwie ist er der typische Nerd. Introvertiert, wenig attraktiv, Einzelgänger und liebt Comics. Sein ganzer Rucksack ist voll damit.

Ohne davon zu ahnen, ändert sich Nicks Leben schlagartig, als etwas grell Leuchtendes abstürzt. Er vermutet ein Flugzeug, aber seine Mutter verbietet ihm nachgucken zu gehen, da es schon recht spät ist und Nick am nächsten Tag in die Schule muss. Leider findet er aber auch nichts in den Nachrichten darüber und entschließt sich, am nächsten Tag danach zu suchen.

Dieser Plan wird hinfällig, als plötzlich ein neuer Schüler auftaucht. Dieser ist ebenso ein Comic-Junkie wie auch Nick und trägt sogar einen Green Lantern-Ring. Bruce, der Be genannt werden will, hat ein Stück des abgestürzten Kometen dabei, da dieser in seinem Garten gelandet ist. 
Durch einen dummen Zufall isst Nick dieses abgebrochene Stück und erwacht am nächsten Morgen als muskelbepackter Superheld, der unter der Decke schwebt.

Jetzt wo wir einen Superhelden haben, brauchen wir natürlich auch einen bösen Gegenspieler. Frostfeuer.
Und schnell wird klar, dass Frostfeuer und Basaltblitz sich aus dem Nicht-Superhelden-Superschurken-Leben kennen. 
Dann ist da auch noch dieser merkwürde Durst nach Blut, der Nick nach jeder Heldentat packt...also doch eine Fantasygeschichte ganz nach meinem Geschmack ;-)

Das Büchlein umfasst leider nur 102 Seiten und ist somit unglaublich schnell ausgelesen. Und das ist tatsächlich schade! Ich hätte auch noch 300 Seiten mehr verschlungen ;-)

Es liest sich unglaublich flüssig und kann, meiner Meinung nach, jugendliche Nerds ebenso begeistern wie aufgeschlossene Erwachsene.

Ich bin definitiv begeistert und ein neuer Fan von Basaltblitz!

Bei unbekannteren Autoren bin ich durchaus neugierig und werfe dann mal Tante Google an - so auch bei Markus.
Dass er gut schreibt ist nicht verwunderlich, unterrichtet er doch unter anderem Deutsch und Literatur an einem Gymnasium ;-) Möglicherweise ist dies auch ein Vorteil, denn in der Geschichte wirkte nichts möchtegern cool und jugendlich. Es könnte also tatsächlich von jemandem in Nicks Alter geschrieben worden sein.

Zitate/Textstellen

Er war nicht auf herkömmlichem Weg gezeugt worden. Svens Eltern hatten ihn aus einem Katalog für Unterwäsche-Models ausgeschnitten. Zumindest sah er so aus.
(Seite 8)

Aber Sven war eben Sven. Sobald man Sven fragte, bekam man eine auf die Fresse. Und Nick war Nick und hatte ständig Angst, eine auf die Fresse zu bekommen.
(Seite 9)

Den Tonfall kannte er. Der war unumstößlich. Wäre seine Mutter damals im Stab von Hitler gewesen, sie hätte gesagt: Auf keinen Fall! Ein zweiter Weltkrieg kommt mir nicht ins Haus. All die Toten und dann der Dreck! Das können Sie vergessen! Und danach hätte Hitler eben stattdessen Briefmarken sammeln müssen oder so. Was immer die Leute gemacht hatten, bevor es Internet gab.
(Seite 24)

Fazit

Markus Tillmanns hat geschafft, was weder Marvel noch DC bisher erreichen konnten - er hat mich zu einem Superhelden-Mädchen gemacht.

Ich liebe Basaltblitz Nick und die Geschichte drum rum. Die nächsten Teile werden sicher auch bald Einzug halten dürfen :-)

Empfehlenswert für jeden Comic- und Superhelden-Fan, oder solche, die es noch werden wollen ;-) 

Bewertung




 
 

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