Samstag, 26. Dezember 2015

[REZENSION] "Racheherbst" von Andreas Gruber

Fakten

Titel: Racheherbst 
Reihe: Kommissar Pulaski
Band: 2
Autor: Andreas Gruber
Verlag: Goldmann
Jahr: 2015
Seiten: 506
Preis: 9,99€
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Ich danke dem Goldmann Verlag für dieses Rezensionsexemplar!


Klappentext


Seine Opfer sind junge Frauen, ermordet im Zeichen des Skorpions - und er zieht eine blutige Spur quer durch Europa. 

Unter einer Leipziger Brücke wird die verstümmelte Leiche einer jungen Frau angespült. Walter Pulaski, zynischer Ermittler bei der Polizei, merkt schnell, dass der Mord an der Prostituierten Natalie bei seinen Kollegen nicht die höchste Priorität genießt. Er recherchiert auf eigene Faust – an seiner Seite Natalies Mutter Mikaela, die um jeden Preis den Tod ihrer Tochter rächen will. Gemeinsam stoßen sie auf die blutige Fährte eines Serienmörders, die sich über Prag und Passau bis nach Wien zieht. Dort hat die junge Anwältin Evelyn Meyers gerade ihren ersten eigenen Fall als Strafverteidigerin übernommen. Es geht um einen brutalen Frauenmord – und eine fatale Fehleinschätzung lässt Evelyn um ein Haar selbst zum nächsten Opfer werden...

Erster Satz

Die Musik der Band war viel zu laut.

Inhalt

Direkt zu Beginn befindet sich der Leser in einem spannungsgeladenen Prolog.

Die junge Clara hat den älteren Arzt Johannes auf einem Single-Portal im Internet kennengelernt und sitzt nun in einer Bar mit ihm. Da sie ihn mag und es beiden zu laut ist, stimmt sie zu, mit zu ihm nach Hause zu kommen. Doch schnell wird Clara bewusst, dass sie bereits Gast in diesem Haus war. Während sie noch überlegt wie sie es Johannes am besten erklären soll, muss sie feststellen, dass sie bereits in seiner Wohnung gewesen ist. Allerdings mit einem anderen Mann - Hans.

Schnell stellt sich raus, dass irgendein merkwürdiges Spiel läuft, als sie in einer Schublade Bilder entdeckt, die bei Hans an der Wand hingen. Als sie Johannes zur Rede stellt greift dieser zum Golfschläger und schlägt Clara bewusstlos. Als sie wieder erwacht liegt sie auf einer Plastikplane und kann sich nicht bewegen. Claras Wirbelsäule ist gebrochen - sie ist ab dem Hals abwärts gelähmt.

Ein Jahr später hat Kommissar Pulaski gerade seine Teenager-Tochter zum Flughafen gebracht, als sein Handy klingelt und er von einer Toten in der Elster erfährt. Schnell zeigt sich, dass dieser Tod weder Selbstmord noch Unfall war.

Auf einem Schrottplatz in Wien finden drei Kinder eine mumifizierte Leiche in einem Autowrack. Die Anwältin Evelyn Meyers übernimmt die Verteidigung des Angeklagten. 

Meinung

Der Prolog war so unglaublich gut, dass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Die Spannung und die Brutalität darin fesselten mich sofort, ließen dann aber leider komplett nach und alles weitere plätscherte so vor sich hin.

Erst nach fast 300 Seiten wurde es wieder spannend - zu spät und zu wenig für mich.

Der Leser erfährt viel über die Arbeit einer Anwältin in Österreich und über die offiziellen und inoffiziellen Methoden eines deutschen Kommissars...für mich persönlich alles recht öde.
Ich hatte mir wirklich viel von dem Buch versprochen, da ich so viele positive Meinungen darüber gehört und gelesen hatte, doch mich ließ es leider kalt. Schade!


Zitate/Textstellen

"Lass mich gehen, du perverses Schwein!", rief sie.
"Das ist leider unmöglich." Er kam um sie herum und stand vor ihr. "Du kannst nicht mehr gehen. Diene Wirbelsäule ist gebrochen. Du bist vom Hals abwärts gelähmt."
(Seite 18)

"Okay, dann bist du ja wieder im Dienst...Im Elsterbecken unter der Zeppelinbrücke liegt ein Boot."
"Und?", fragte er, obwohl er die Antwort bereits ahnte.
"Die Leiche einer jungen Frau steckt in der Schiffsschraube."
(Seite 25)

Fazit

Leider kein Buch, dass mich schocken und fesseln konnte, aber ein recht solider Thriller für alle, die nicht so "abgebrüht" sind wie ich ;-)

Bewertung


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