Montag, 8. Februar 2016

[REZENSION] "Hellhole - Wenn der Teufel bei dir los ist" von Gina Damico


Titel: Hellhole - Wenn der Teufel bei dir los ist
OT: Hellhole
Autor: Gina Damico
Verlag: penhaligon
Jahr: 2015
Seiten: 377
Preis: 14,99€
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Ich danke penhaligon für dieses Rezensionsexemplar!



Unterschätze niemals einen Teufel - schon gar nicht, wenn er süchtig nach Chips ist!
 
Max ist ein stinknormaler Nerd. Mit stinknormalen Nerd-Hobbys (Games) und stinknormalen Nerd-Problemen (zu wenig Kohle für Games und keine Freundin). Doch als eines Tages ein ausgewachsener Teufel - rot, mit Hörnern und einem unglaublich derben Wortschatz - in seinem Keller einzieht, steht Max' Leben plötzlich Kopf.
Burk macht sich auf der Couch breit, spielt den ganzen Tag Playstation und futtert alle Fastfood-Snacks auf, die sich im Haus befinden. Um jeden Preis muss Max den Teufel loswerden, schon um seiner schwerkranken Muter den Schock ihres Lebens zu ersparen. Doch dann schlägt Burk ihm einen Deal vor: Er rettet das Leben von Max' Mutter, wenn dieser ihm eine Luxusvilla mit Whirlpool besorgt. Und schlagartig wird aus dem unscheinbaren Max ein kriminelles Mastermind wider Willen...



Max' Verbrecherkarriere nahm ihren jämmerlichen Anfang mit dem Diebstahl einer glitzernden pinkfarbenen Wackelkopffigur in Form einer Katze.



Max ist ein durchweg anständiger Kerl, der noch nie gegen ein Gesetz verstoßen hat. Und dann, nur um seine herzkranke Mutter aufzuheitern, beklaut er seine Chefin. Das schlechte Gewissen lastet schwer auf ihm, aber was geschehen ist, ist geschehen.

Als er einige Zeit später nach einem Fossil gräbt, öffnet er damit unwissend das Tor zur Hölle.
Jedes Mal, wenn ein anständiger Mensch etwas Verbotenes tut, kann er damit einen der 666 Teufel aus der Hölle nach oben auf die Erde rufen. In Max' Fall ist es der riesige, rote, äußerst vulgäre Fastfood-Junkie Burk. Am liebsten verbringt dieser Satan seine Zeit mit unsinnigen TV-Shows, Videospielen und Tonnen von Fastfood. Dieses muss Max klauen, da Satan nichts essen kann, was ehrenhaft erworben wurde.

Schließlich schließt Max ein Pakt mit dem Teufel. Er besorgt Burk eine Villa, wenn dieser seine Mutter heilt. Und genau damit nimmt das Unglück seinen Lauf.


Bezüglich meiner Erwartungen nach dem Klappentext wurde ich enttäuscht.
Dennoch war ich von dem Buch begeistert! 

Sowohl der Klappentext, als auch das Cover vermitteln den Eindruck von einem durchweg lustigen, irgendwie nerdigen Roman. Als wären Max und Burk die dicksten Freunde, die ihre Freizeit gemeinsam mit Videospielen und Chips verbringen. Doch der Eindruck täuscht. Niemand steht dem Teufel näher als er selbst.


Gina Damico hat es geschafft ein schwarzhumoriges, selbstironisches Buch zu schaffen, bei dem der Leser lacht und auch leidet.
Zwischen all dem Witz wird es an einigen Stellen wirklich ernst und emotional. Oft schüttelt man mit dem Kopf und kann nicht glauben, dass genau das jetzt passiert.


Eine Sache habe ich nach diesem Buch gelernt: Vertraue niemals einem Teufel, denn er enttäuscht dich auf ganzer Linie!

Zwischen all den Trümmern, die Burk schafft, wird Max erwachsen. Er kommt aus sich raus, wird selbstbewusst und weiß, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Und ganz nebenbei verliebt er sich auch noch ;-)

Der Schreibstil ist unglaublich flüssig und die Seiten fliegen nur so dahin. 


Das Buch hinterlässt nach dem Lesen eine Frage im Kopf:
Wie weit würdest du gehen um die Menschen zu retten, die du liebst?


Außerdem vermittelte Tom Hanks ihm Hoffnung. Der Kopf des Mannes sah aus wie eine gefüllte Ofenkartoffel, trotzdem bekam er am Ende immer das Mädchen.
(Seite 27)

"Ich bin ziemlich sicher, du bist der Richtige. Du bist doch der mit der Schaufel, richtig?"
[...]
"Du siehst sogar irgendwie aus wie eine Schaufel. Total dürr in der Mitte, großer Kopf, breite Füße. Darf ich dich Schaufel nennen?"
"Mein Name ist Max."
(Seite 56 - Anmerkung: Natürlich nennt er ihn das ganze Buch über Schaufel)

"Ich kapier das nicht. Sie haben Angst vor Katzen?"
"Ich habe keine Angst vor irgendwas. Aber Katzen..."
Schnaubend schüttelte er den Kopf. " Diese seelenlosen Augen, diese verderbte Teilnahmslosigkeit...Katzen sind böse, Mann!"
(Seite 71)


Ein Buch, dass den ersten Eindruck vermittelt durch die Bank weg witzig zu sein. 
Doch während des Lesens stellt sich heraus, dass es ein hochemotionales Buch mit sehr viel Tiefe ist.


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