Dienstag, 12. September 2017

[Rezension] "Be my girl" von Nina Sadowsky





Verlag: Penguin I Leseprobe
Seiten: 332
Jahr: 2017
Ausgabe: Softcover
Preis: 13,00€
Meine Bewertung: 4/5
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Ellie und Rob sind das perfekte Paar. Gut aussehend, erfolgreich, bis über beide Ohren verliebt. Aber nur Augenblicke nach dem Jawort scheint alles in Scherben zu liegen. Rob verbirgt eine entsetzliche Vergangenheit. Je mehr Ellie erfährt, desto tiefer wird sie in einen Strudel aus Lügen und Verrat gezogen, der ihrer beider Leben bedroht. Wer ist der Mann, den sie geheiratet hat? Und wie weit will sie gehen, um ihre Liebe zu retten? Denn Rob ahnt nicht, dass auch sie nicht ehrlich zu ihm war … (Verlag)
Erster Satz

Meine liebste Ellie,

es tut mir so unendlich leid.
Bitte folge genau den Anweisungen in diesem Brief.
Ich hoffe inbrünstig, dass dann alles gut wird.
Du bist meine große Liebe und wirst es auch immer bleiben, das musst du mir glauben.
Du bist mein Ein und Alles.

Rob

Meine Meinung

Wer meine Rezensionen verfolgt weiß, dass ich zu einem guten Thriller - und noch besser Psychothriller - niemals nein sagen kann. Der Klappentext und auch die erste Seite (siehe "Erster Satz") haben mich angezogen und neugierig gemacht. Im Endeffekt habe ich einfach nicht ganz das bekommen, was ich erwartet habe. Ob das nun an mir oder der Autorin liegt, sei mal dahingestellt  

Der Schreibstil hat mir extrem gut gefallen. Einige Rezensenten fanden aber genau diesen extrem störend. Deswegen würde ich in jedem Fall zu der Leseprobe raten, wenn Interesse an diesem Buch besteht. Bringt ja nichts im Nachhinein (unbegründet, weil vermeidbar) enttäuscht zu sein.
Auch den Wechsel zwischen "damals" und "heute" von Kapitel zu Kapitel, mochte ich sehr. Ich lese solche Bücher einfach gerne, weil es immer wieder neue Blickwinkel und Informationen bringt, außerdem gibt es den Geschichten meist eine gewisse Spannung und Geschwindigkeit. Aber da sind die Geschmäcker sehr verschieden. Wer das gar nicht mag, sollte dann lieber die Finger von dem Buch lassen.

Wie gut kennst du deinen Partner wirklich?

Zum Inhalt will ich eigentlich gar nichts sagen. Es wäre schade zu viel von der Geschichte zu verraten. Was mir aber leider nicht so gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass es sich für mich persönlich nicht um einen Psychothriller sondern eher einen spannenden Krimi handelt. Die Geschichte an sich ist wirklich gut, aber eben kein (Psycho)Thriller, was mich dann im Endeffekt enttäuscht hat und dafür sorgt, dass ich einen Stern abziehe. Das ist nun nicht hochdramatisch, aber ich hatte mir durch das Genre eben etwas anderes erhofft.

Die Kapitel sind kurz und ermöglichen ein schnelles Vorankommen. So kann man sich selbst mit "Ach komm...Ein Kapitel geht noch...Und noch eins...Und noch eins...", plus der enthaltenen Spannung, eifrig vorwärts treiben. Auch solche Dinge sind ein absoluter Pluspunkt für mich.

Auch wenn ich den Personen beim Lesen nie wirklich richtig nah war, hat mich immer interessiert wie es mit ihnen weitergeht oder was in der Vergangenheit passiert war. Ich wollte einfach zwingend hinter die Geheimnisse kommen, die sich nach und nach aufklären und manchmal eine Wendung bereithalten.

Textstelle
 
In diesem Moment dämmert es ihr: Im Prisma der vielfältigen Perspektiven ist die Wahrheit ein flüchtiges Gut.
(Seite 317)

Fazit

Kein Psychothriller mit dem man sich die Nacht um die Ohren schlägt, aber ein spannender Krimi, der an den richtigen Stellen für Verwirrung sorgt und sich mit der gänzlichen Aufklärung Zeit lässt.

Wer Interesse an diesem Buch hat, sollte aber unbedingt vorher in die Leseprobe reinschauen, da der Schreibstil sehr speziell ist und nicht jedermann gefällt.


Ich danke dem Penguin Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

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